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8.9.2010 : 2:33 : +0200

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Milben

Milben werden kaum größer als 0,5 mm. Sie existieren bereits seit 300 Millionen Jahren. Heute sind weit über 40.000 Arten bekannt. Bei günstigen Lebensbedingungen vermehren sich Milben sehr stark, was zu einer für den Menschen und für das Tier recht unangenehmen und krankheitsbegünstigenden Massenpopulation führen kann.

Liegt ein Milbenbefall vor, bricht fast immer die gefürchtete Räude, eine heimtückische Hauterkrankung, aus. Zu den häufigsten Auslösern der Räude zählen die Demotex-Milbe, die Sarcoptes- und die Otodectes Milbe. Die Demotex-Milbe erreicht eine Länge von 0,3 mm und dringt zu hunderten an dem Haarbalg entlang kurz vor die Haarwurzel tief in die Haut ein und vollzieht in diesem Bereich ihre gesamte Entwicklung. Die Sarcoptes-Milbe hingegen bohrt sich Gänge in die oberen Hautschichten und vollzieht dort ihre gesamte Entwicklung. Die Otodectes-Milbe (Ohrräudenmilbe) besiedelt "nur" die Hautoberfläche und führt dort zu schweren Hauterkrankungen.

Erste Anzeichen für einen Milbenbefall sind ein starker Juckreiz und damit verbunden die Nervosität des Hundes und ein häufiges Kratzen. Bei einem Befall mit der Haarbalgmilbe kommt es zu einem punktuellen Haarausfall und einem vermehrten Auftreten von Schuppen. Eine beginnende Räude lässt sich am besten an den Ohren, der Nase, der Stirn und dem Umfeld der Augen erkennen. Ein Gang zum Tierarzt ist unbedingt erforderlich.

Generell gilt: umso eher die Räude erkannt wird, umso besser sind die Heilungschancen. Im fortgeschrittenen Verlauf der Erkrankung werden schwere Schädigungen der Haut sowie Entzündungen der befallenen Areale festgestellt. Im schlimmsten Fall kann es bedingt durch Blutvergiftungen und Kräfteverfall sogar zum Tod kommen.